Für die Sandgrube soll der Bannwald gerodet werden, „Wald, der auf Grund seiner Lage und seiner flächenmäßigen Ausdehnung vor allem in Verdichtungsräumen und waldarmen Bereichen unersetzlich ist und deshalb in seiner Flächensubstanz erhalten werden muss und welchem eine außergewöhnliche Bedeutung für das Klima, den Wasserhaushalt oder für die Luftreinigung zukommt“- Bayerisches Wald Gesetz, Artikel 11. Selbst das Ingenieurbüro, das die Beantragung macht, gibt dem Wald die höchste Stufe der Bewertung, die Stufe 3! Hier soll also wichtiger Wald abgeholzt werden und die Gruben „verfüllt“ werden und wir verlieren unersetzlichen Wald !

Anschließende Verfüllung und Erdaushubdeponie!

Kritisch ist es ferner zu sehen, dass ein Abbauzeitraum von bis zu 30 Jahren und ein Verfüllungszeitraum von bis zu 40 Jahren geplant sind. Hinter dem Vorhaben steckt die Bamberger Sand- und Kiesbaggerei GmbH Geiselwind, die in einem Gebiet, in dem die Sandvorräte nicht sehr ergiebig sind und bei dem im Trocken- und im Nassabbau gearbeitet werden müsste, Sand abbauen möchte. Hier könnte man Zweifel haben, ob der Sandabbau dort wirklich wirtschaftlich sinnvoll ist? Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier quasi durch die Hintertür eine Erdaushubdeponie für eine weitere Firma, die im Einflussbereich der gleichen Eigentümerfamilie steht, geschaffen werden soll: Die Firma Transporte Dotterweich GmbH hat als Geschäftsgegenstand unter anderem „…den Betrieb von Deponien (Erdaushub, Bauschutt, Grüngut) am Sitz des Unternehmens, wie auch an anderen Orten.“ Im Nassabbaubereich (Flächen A und C) wird eine Verfüllung mit „Z 0-Material“ angestrebt. Im Trockenabbaubereich (Fläche B) ist eine Verfüllung mit maximal „Z 1.2-Material“ geplant und zur Geländeangleichung wird eine Überhöhung des ursprünglichen Geländes bis maximal 10 m vorgesehen. Was bedeutet das konkret? Das Material der Belastungsklasse Z 1.2 darf im Gegensatz zum Material der Klasse Z 0 weitaus höher mit Schadstoffen, wie zum Beispiel Schwermetallen, belastet sein. Entsprechende Grenzwerte lassen sich im "Leitfaden für die Verfüllung von Gruben, Brüchen und Tagebauen" des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz finden: https://www.umweltpakt.bayern.de/wasser/recht/bayern/104/leitfaden-zum-eckpunkte- papier-verfuellung-gruben-bruechen-tagebauen Für uns klingt das so, als ob hier jemand im Endeffekt vor allem eine Erdaushubdeponie, mit der man sehr viel Geld verdienen kann, betreiben will. Wer sich über die diversen Tätigkeiten der Firma Dotterweich informieren möchte, findet im Internet zahlreiche Informationen: www.dotterweich-transporte.de/verwertung Wir können uns auch kaum vorstellen, dass sich das Gebiet nach dem Abbau wieder gut renaturieren lassen würde, da man den alten Zustand nicht wiederherstellen kann. Das Besondere an diesem Gebiet ist die Flora und Fauna, die sich an den Sand dort angepasst hat, mit thermophilen Arten von Reptilien und Pflanzen usw. Außerdem ist auch sehr bedenklich, dass sich in nicht allzu weiter Entfernung zu dem Gebiet Trinkwasserschutzgebiete der Stadt Altdorf und der Stadt Nürnberg befinden! Die „Bamberger Sand- und Kiesbaggerei GmbH Geiselwind“ plant laut den zugänglichen Unterlagen, den Sand nicht nur mit Baggern abzubauen, sondern auch mit Saugbaggern zu gewinnen: Diese Bagger arbeiten in Wassergruben und sorgen durch den Drainageeffekt (dass Wasser zum tiefstgelegenen Ort fließt) dazu, dass das Grundwasser in der Umgebung absinken wird! Das bedeutet auch, dass nicht nur der Klamm als Naturdenkmal das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes abgegraben wird, sondern dass in der ohnehin schon trockenen Gegend der Grundwasserpegel weiter abzusinken droht - und das in Zeiten von steigenden globalen Temperaturen durch den Klimawandel und Wassermangel - ein Wahnsinn in der Planung !